Weinanbau Seit 1993 betreibt Hagnau mit seinen 112 Winzern kontrolliert umweltschonenden Weinbau. Auf rund 135 Hektar Anbaufläche wird konsequent auf Herbizide und Insektizide verzichtet. Das heißt, Unkraut und Schädlinge werden nicht mehr mit der Giftspritze bekämpft, sondern auf natürliche Weise. Hierzu gehört eine gezielte Bodenbehandlung und -bepflanzung unter den Rebstöcken. Die notwendige Düngung der Rebe wird durch Entnahmen von Bodenproben und deren Analyse festgelegt. Gegen den Traubenwickler wird die sogenannte „Verwirrmethode“ eingesetzt. Im Frühjahr vor Beginn des Mottenfluges werden Pheromonampullen (Lockstoffampullen) in den Weinbergen ausgebracht, deren Duftwolken den Duftkompaß des männlichen Traubenwicklers stören. Eine Massenvermehrung wird dadurch verhindert. Nicht verzichten kann der Hagnauer Winzer auf den Einsatz von Fungiziden, um Pilze, wie Mehltau, zu bekämpfen. Durch gezielte Blattanalysen wird diese Behandlung kontrolliert. Die traditionellen Rebsorten sind gegen Pilzbefall nicht widerstandsfähig. Aus diesem Grund sind neue, pilzresistente Rebsorten auch bei uns im Versuchsanbau. |
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